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SPD: Union muss Blockadehaltung beim 52-Gigawatt-Deckel für Photovoltaik aufgeben

Die Koalition hat sich darauf verständigt, den Anteil der erneuerbaren Energien bis 2030 auf 65 Prozent zu erhöhen. Dies wird ohne eine Förderung von Photovoltaik-Dachanlagen nicht gehen, wie SPD-Politiker Timon Gremmels pv magazine erklärte.

Der 52 Gigawatt-Deckel für die Photovoltaik rückt näher. Ende Juni waren es nur noch vier Gigawatt, die übrig sind, bis ein Ende der Solarförderung für Photovoltaik-Dachanlagen bis 750 Kilowatt droht. Es ist im EEG vorgesehen, dass keine Einspeisevergütung mehr gezahlt werden, wenn eine installierte Photovoltaik-Leistung von 52 Gigawatt erreicht ist. Dieser Deckel für die Solarförderung war im Zuge der EEG-Reform 2012 vom damaligen Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) in das Gesetz geschrieben worden. Nun ist er als Bundeswirtschaftsminister wieder für das EEG zuständig und müsste sich um die Abschaffung kümmern.

Die Verbraucherzentrale NRW hat jüngst veröffentlicht, dass sie spätestens bis zum Sommer 2020 das Erreichen der 52 Gigawatt erwartet. Innerhalb der Bundesregierung ist es nun die SPD, die sich für die Abschaffung des Deckels stark macht. „Der einst von Peter Altmaier als Umweltminister eingeführte Photovoltaik-Ausbaudeckel muss weg. Er ist nicht mehr zeitgemäß und ein echtes Investitionshemmnis“, erklärte der für Photovoltaik zuständigen Berichterstatters der SPD-Bundestagsfraktion, Timon Gremmels, auf Anfrage von pv magazine. „Die Union täte gut daran, ihre energie- und klimapolitische Blockadehaltung endlich aufzugeben.“ Gremmels betont dabei, dass die Photovoltaik inzwischen „die preiswerteste Form der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien mit hohen Akzeptanzwerten in der Bevölkerung“ sei. Für die im Koalitionsvertrag vereinbarte Erhöhung des Erneuerbaren-Anteils auf 65 Prozent am Stromverbrauch bis 2030 brauche es mehr Strom aus Sonne, Wind und Wasser.

Die Diskussion über den 52 Gigawatt-Deckel zwischen den Regierungsfraktionen waren in der AG Akzeptanz angesiedelt, die sich derzeit aber vorrangig mit dem weiteren Ausbau der Windkraft an Land und auf See befasst. Die Gespräche sollen mittlerweile auf Ministeriumsebene verlagert worden sein. Wann mit Ergebnissen zu rechnen ist, darüber kann momentan nur spekuliert werden.

So visionär wie Hermann Scheer

In Deutschland bremsen Bundesregierungen seit 2012 die Energiewende aus. Ständig neue bürokratische Hürden wurden und werden errichtet. Immer wieder höre ich von Bürgern, die ihren eigenen Solarstrom erzeugen wollen: „Ohne Rechtsanwalt geht gar nichts mehr“.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz aus dem Jahr 2000 bestand damals aus wenigen Paragraphen auf wenigen Seiten. Inzwischen wurde daraus ein bürokratisches Monster von über 1500 Seiten. Immerhin werden im Sommer 2019 hierzulande knapp 50% Ökostrom erzeugt.

Doch der Zubau geht sowohl bei Wind- wie auch bei Solaranlagen nur noch gebremst weiter. Kein Wunder, dass die Bundesregierung ihre alten Klimaschutzziele, 40% weniger CO2-Emissionen bis 2020 gemessen an 1990, krachend verfehlt und sich nun in ferne Ziele bis 2030 flüchten muss.

Da kommt ein Buch des US-Unternehmers und Silicon-Valley-Visionärs Tony Seba gerade recht: „Die Welt wird sich verändern. Radikal. Bis 2030“. Seba fordert ein „Recht auf Sonne“, was an den alten griechischen Philosophen Diogenes erinnert, der vor 2500 Jahren seinem Herrscher Alexander dem Großen gesagt haben soll: „Geht mir aus der Sonne“.

Die Lösung steht am Himmel

Die Sonne scheint für alle. Unser Zentralgestirn schickt uns jede Sekunde etwa 15.000 mal mehr Energie auf diesen Planeten als zurzeit 7,5 Milliarden Menschen verbrauchen. Es gibt von Natur aus kein Energieproblem, aber wir haben noch immer ein Brett vor der Sonne. Die Lösung der Energiefrage steht am Himmel. Das Problem sind uneinsichtige Regierungen, die sich aus den Fesseln der alten Energiewirtschaft einfach nicht befreien können. Könnten Eon, RWE, die EnBW oder Vattenfall an der Sonne Aktien erwerben, hätten wir längst nur noch Solarstrom.

Die Sonne schickt uns keine Rechnung

Bekanntlich schickt die Sonne keine Rechnung. Ihr Stoff ist ein Geschenk des Himmels. In sonnenreichen Ländern wie Chile oder Zentralafrika wird schon heute die Kilowattstunde Solarstrom für 2,5 Cent produziert. Soeben hat Saudi-Arabiens Kronprinz angekündigt, sein Land wolle bis 2030 das größte Solarkraftwerk der Welt mit einer Leistung von 200 Gigawatt bauen. Das entspricht der Leistung von 200 mittleren Atomkraftwerken und bringt in diesem Wüstenland über 200.000 neue Jobs. Die Kilowattstunde Solarstrom, so der Prinz, dessen Land als größter Ölexporteur der Welt über viel Geld verfügt, soll dann einen Cent pro Kilowatt kosten. In Deutschland kostet der Strom aus der Steckdose heute zwischen 26 und 30 Cent pro Kilowattstunde. Der Durchbruch ins Solarzeitalter kommt schneller als die meisten es erwartet haben. Solarstrom wird Sozialstrom.

An solchen Visionen orientiert sich der US-Unternehmer Tony Seba wie einst Hermann Scheer, der 2010 starb, aber auf der ganzen Welt die solare Weltrevolution vorangetrieben hatte. Auch Scheer war der Überzeugung, dass die 100-prozentige Energiewende sowohl aus ökologischen Notwendigkeiten wie auch wegen der ökonomisch-finanziellen Vorteile bis 2030 kommen werde. Hinzu kommt, dass die erneuerbaren Energien nur geringe Folgekosten mit sich bringen – im Gegensatz zum Atommüll der AKW, der eine Million Jahre strahlt wie auch im Gegensatz zu Kohle und Öl durch den Treibhauseffekt.

Solarstrom wird Sozialstrom

Trotz dieses Wissens will RWE noch immer ein Kohlekraftwerk bauen und die Bundesregierung scheut einen raschen Kohleausstieg. Ganz anders die englische Regierung, die bis 2025 raus will aus der Kohle. Knapp sind nicht die erneuerbaren Energien, aber knapp ist die Zeit, die uns noch bleibt, um die Klimakatastrophe abzuwenden.

Seba erkennt diesen solaren Imperativ:

  • Die Sonne ist die Energiequelle für alle.
  • Jeder hat das Recht, die Sonne frei zu nutzen.
  • Niemand darf bei der Ausübung dieses Rechts willkürlich behindert, beschränkt oder gar belastet werden.

Mit diesen drei Punkten fasst der Übersetzer des Tony-Seba-Buches, Daniel Bannasch, Sebas Thesen zusammen.

Diesen selbstverständlichen wie natürlichen wie zukunftsweisenden solaren Imperativ hatte Jesus schon vor 2000 Jahren in seiner Bergpredigt so formuliert: „Die Sonne des Vaters scheint für alle, für Gerechte und Ungerechte“. Welch eine Vision für eine bessere Welt! Die solare Weltwirtschaft ist die Basis einer solidarischen Welt.

— Der Autor Franz Alt ist Journalist, Buchautor und Fernsehmoderator. Er wurde bekannt durch das ARD-Magazin „Report“, das er bis 1992 leitete und moderierte. Bis 2003 leitete er die Zukunftsredaktion „Zeitsprung“ im SWR, seit 1997 das Magazin „Querdenker“ und ab 2000 das Magazin „Grenzenlos“ in 3sat. Die Erstveröffentlichung des Beitrags erfolgte auf www.sonnenseite.com.

 

Quelle: pv Magazine

Energiewende ist kein Pappenstiel

Ja nun, die Energiewende ist kein Pappenstiel. Sie ist tragender Bestandteil der vermutlich umfassendsten und tiefgreifendsten Umwälzung, die es in der Menschheitsgeschichte je gegeben hat. Es geht beileibe nicht nur um eine andere Technik der Energieerzeugung, sondern um die umfassende Transformation unserer gesamten Daseinsweise auf dem Planeten, unserer Wertvorstellungen und Strukturen.

Als wir entdeckten, dass man mit Feuer nicht nur Suppe kochen und die Hütte heizen, sondern Räder in fast beliebig kraftvolle Umdrehung versetzen kann, begann eine neue Phase. Davor mussten wir uns mühevoll – „im Schweiße unseres Angesichts“ – einen Lebensraum gegen die übermächtige und in vieler Hinsicht gefahrenvolle Natur erarbeiten. Danach kamen wir in die Lage, die Natur gewissermaßen in die Defensive zu drängen.

Früher war die jeweilige Gruppe für ihr Siedlungsgebiet verantwortlich. Durch die Technikentwicklung der letzten 250 Jahre und die damit einher gehende Vervielfachung der Bevölkerung beeinflussen wir den Planeten in seiner Gesamtheit. Uns Heutigen ist daher die Verantwortung für den ganzen Planeten zugefallen. Das haben wir allerdings noch nicht richtig bemerkt.

Wie man ein begrenztes Stück Land so bewirtschaftet, dass es seine Fruchtbarkeit auf Dauer behält, wissen wir. In einer Fabrik lassen wir Materialabfälle nicht herum liegen, bis sie an die Decke wachsen. Mitarbeiter schützen wir vor schädlichen Gasen.

Dass diese im Kleinen uns selbstverständliche haushälterische, „ökologische“ Verhaltensweise heute auf den Planeten insgesamt angewendet werden muss, haben wir noch nicht begriffen. Wir reichern Plastik-Abfälle in den Ozeanen an, dass sie Inseln von Erdteilgröße bilden. Die Atmosphäre benutzen wir als Deponie für gasförmige Abfälle, die den Klimawandel auslösen.

Unser Bewusstsein hat mit der technischen Entwicklung nicht Schritt gehalten. Es hängt noch in jenen Zeiten, als die Menschheit winzig und ihre Technik harmlos war, so dass die Ressourcen des Planeten und sein Aufnahmevermögen für Abfälle unendlich erscheinen mussten.

Wenn wir die Umweltprobleme, von denen die Klimaerhitzung das dramatischste, aber keineswegs einzige ist, lösen wollen, braucht es einen Bewusstseinssprung. Von der – heute infantilen, aber nach wie vor unser Handeln bestimmenden – Vorstellung, dass die Erde ein unendlich großer Kuchen ist, von dem jeder versucht, immer wieder ein neues Stück zu ergattern, müssen wir uns verabschieden. Der Planet ist endlich. Die auf Wachstum ausgerichtete Wirtschaftsweise hat ihre Grenze erreicht. Der Übergang auf eine globale Subsistenzwirtschaft steht an. Der Planet ist ein einziger (riesiger und ungemein vielfältiger) Lebens- und Arbeitsplatz, für dessen sinnvolle Gestaltung und Bewirtschaftung der Menschheit die Verantwortung zugewachsen ist.

Diese Verantwortung anzunehmen, bedeutet, dass die gesamte Menschheit ein Team wird. Ein Team ist umso erfolgreicher, je besser es kooperiert. Jeder gibt sein Bestes, ohne insgeheim zu vergleichen, wie sich die anderen einbringen. Es freut und befriedigt ihn einfach, zum gemeinsamen Werk mit seinen Fähigkeiten optimal beizutragen.

Dass derzeit noch Konkurrenz, Kampf, Krieg, Lug und Trug vorherrschen, ist Überbleibsel aus einer Zeit, in der es oft Not gab und Überlebenskampf gegen die Naturgewalten. In jener Zeit liegen auch die psychischen Wurzeln des heutigen Superreichtums: Es war die Angst vor dem Verhungern, die zur ursprünglich sinnvollen und notwendigen Vorratshaltung, weiter zur Schatzbildung und schließlich zum nur noch pathologischen Superreichtum führte.

Letzterer ist bestrebt, die besagten Überbleibsel am Leben zu erhalten. Ebenso klammert er sich an die antiquierte Illusion, der Planet könne weiterhin unendlich ausgebeutet werden. Dadurch ist die Technik von Lebenserleichterung in Lebenszerstörung umgeschlagen. Die Auswirkungen der modernen Technik sind gefährlicher als die ungezähmte Natur jemals war.

Nein, die Brille der Vergangenheit taugt nicht für die Gegenwart! Es kann vom Planeten nicht unendlich genommen, es muss ihm auch gegeben werden. Dem Boden unseres Gartens müssen wir auch etwas geben, beispielsweise Kompost. Was der Planet dringend bräuchte, wäre sehr viel mehr Wald.

Das grundlegende Credo des Kapitalismus lautet: „Möglichst wenig geben und möglichst viel einheimsen“. Auf Jesus geht die gegenteilige Feststellung zurück: „Geben ist seliger als Nehmen“. Dies Wort eines der großen Menschheitslehrer entpuppt sich in der aktuellen Situation als Hinweis von großer unmittelbar praktischer Bedeutung. Offenbar kommt es zu einer Konvergenz von bisher einer eher praxisfernen ethisch-spirituellen Sphäre zugeordneten Werten und derzeit sichtbar werdenden ganz praktischen Überlebensvoraussetzungen.

Es gibt bereits Ansätze, das „Geben ist seliger als Nehmen“ mitten im Wirtschaftsgeschehen zu praktizieren: „Solidarische Landwirtschaft“, Fair Trade, gemeinwohlorientierte Unternehmen und vieles mehr. Gerade auch der Bereich der Energiewende mit seinen zahlreichen Genossenschaften ist von Teamgeist geprägt. So mancher hoch qualifizierte Fachmann ist hier tätig, der lieber am Aufbau der erneuerbaren Energieversorgung mitwirkt, als an anderer Stelle wesentlich mehr Geld zu verdienen.

Ob es solchen Ansätzen ermöglicht wird, sich schnell genug auf der Erde zu verbreiten, wird die Zukunft zeigen. Eines können wir in aller Ruhe feststellen: eine große Transformation wird es geben. Wenn nicht die vom Raubbau zur achtsamen und liebevollen Bewirtschaftung des Planeten, dann eine andere. Stillstand „weiter wie es schon immer war“ gibt es in dem Universum, in dem wir uns befinden, nicht.

— Der Autor Christfried Lenz war unter anderem tätig als Organist, Musikwissenschaftler und Rundfunkautor. Politisiert in der 68er Studentenbewegung, wurde „Verbindung von Hand- und Kopfarbeit“ – also möglichst unmittelbare Umsetzung von Erkenntnissen in die Praxis – zu einer Leitlinie seines Wirkens. So versorgt er sich in seinem Haus in der Altmark (Sachsen-Anhalt) seit 2013 zu 100 Prozent mit dem Strom seiner PV-Inselanlage. Nach erfolgreicher Beendigung des Kampfes der BI „Kein CO2-Endlager Altmark“ engagiert er sich ganz für den Ausbau der Erneuerbaren in der Region. Als Mitglied des Gründungsvorstands der aus der BI hervorgegangenen BürgerEnergieAltmark eG, wirkte er mit an der Realisierung einer 750 Kilowatt-Freiflächenanlage in Salzwedel. Lenz kommentiert das energiepolitische Geschehen in verschiedenen Medien und mobilisiert zu praktischen Aktionen für die Energiewende —

Quelle: pv Magazine

SPD: Union muss Blockadehaltung beim 52-Gigawatt-Deckel für Photovoltaik aufgeben

Die Koalition hat sich darauf verständigt, den Anteil der erneuerbaren Energien bis 2030 auf 65 Prozent zu erhöhen. Dies wird ohne eine Förderung von Photovoltaik-Dachanlagen nicht gehen, wie SPD-Politiker Timon Gremmels pv magazine erklärte.

Der 52 Gigawatt-Deckel für die Photovoltaik rückt näher. Ende Juni waren es nur noch vier Gigawatt, die übrig sind, bis ein Ende der Solarförderung für Photovoltaik-Dachanlagen bis 750 Kilowatt droht. Es ist im EEG vorgesehen, dass keine Einspeisevergütung mehr gezahlt werden, wenn eine installierte Photovoltaik-Leistung von 52 Gigawatt erreicht ist. Dieser Deckel für die Solarförderung war im Zuge der EEG-Reform 2012 vom damaligen Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) in das Gesetz geschrieben worden. Nun ist er als Bundeswirtschaftsminister wieder für das EEG zuständig und müsste sich um die Abschaffung kümmern.

Die Verbraucherzentrale NRW hat jüngst veröffentlicht, dass sie spätestens bis zum Sommer 2020 das Erreichen der 52 Gigawatt erwartet. Innerhalb der Bundesregierung ist es nun die SPD, die sich für die Abschaffung des Deckels stark macht. „Der einst von Peter Altmaier als Umweltminister eingeführte Photovoltaik-Ausbaudeckel muss weg. Er ist nicht mehr zeitgemäß und ein echtes Investitionshemmnis“, erklärte der für Photovoltaik zuständigen Berichterstatters der SPD-Bundestagsfraktion, Timon Gremmels, auf Anfrage von pv magazine. „Die Union täte gut daran, ihre energie- und klimapolitische Blockadehaltung endlich aufzugeben.“ Gremmels betont dabei, dass die Photovoltaik inzwischen „die preiswerteste Form der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien mit hohen Akzeptanzwerten in der Bevölkerung“ sei. Für die im Koalitionsvertrag vereinbarte Erhöhung des Erneuerbaren-Anteils auf 65 Prozent am Stromverbrauch bis 2030 brauche es mehr Strom aus Sonne, Wind und Wasser.

Die Diskussion über den 52 Gigawatt-Deckel zwischen den Regierungsfraktionen waren in der AG Akzeptanz angesiedelt, die sich derzeit aber vorrangig mit dem weiteren Ausbau der Windkraft an Land und auf See befasst. Die Gespräche sollen mittlerweile auf Ministeriumsebene verlagert worden sein. Wann mit Ergebnissen zu rechnen ist, darüber kann momentan nur spekuliert werden.

So visionär wie Hermann Scheer

In Deutschland bremsen Bundesregierungen seit 2012 die Energiewende aus. Ständig neue bürokratische Hürden wurden und werden errichtet. Immer wieder höre ich von Bürgern, die ihren eigenen Solarstrom erzeugen wollen: „Ohne Rechtsanwalt geht gar nichts mehr“.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz aus dem Jahr 2000 bestand damals aus wenigen Paragraphen auf wenigen Seiten. Inzwischen wurde daraus ein bürokratisches Monster von über 1500 Seiten. Immerhin werden im Sommer 2019 hierzulande knapp 50% Ökostrom erzeugt.

Doch der Zubau geht sowohl bei Wind- wie auch bei Solaranlagen nur noch gebremst weiter. Kein Wunder, dass die Bundesregierung ihre alten Klimaschutzziele, 40% weniger CO2-Emissionen bis 2020 gemessen an 1990, krachend verfehlt und sich nun in ferne Ziele bis 2030 flüchten muss.

Da kommt ein Buch des US-Unternehmers und Silicon-Valley-Visionärs Tony Seba gerade recht: „Die Welt wird sich verändern. Radikal. Bis 2030“. Seba fordert ein „Recht auf Sonne“, was an den alten griechischen Philosophen Diogenes erinnert, der vor 2500 Jahren seinem Herrscher Alexander dem Großen gesagt haben soll: „Geht mir aus der Sonne“.

Die Lösung steht am Himmel

Die Sonne scheint für alle. Unser Zentralgestirn schickt uns jede Sekunde etwa 15.000 mal mehr Energie auf diesen Planeten als zurzeit 7,5 Milliarden Menschen verbrauchen. Es gibt von Natur aus kein Energieproblem, aber wir haben noch immer ein Brett vor der Sonne. Die Lösung der Energiefrage steht am Himmel. Das Problem sind uneinsichtige Regierungen, die sich aus den Fesseln der alten Energiewirtschaft einfach nicht befreien können. Könnten Eon, RWE, die EnBW oder Vattenfall an der Sonne Aktien erwerben, hätten wir längst nur noch Solarstrom.

Die Sonne schickt uns keine Rechnung

Bekanntlich schickt die Sonne keine Rechnung. Ihr Stoff ist ein Geschenk des Himmels. In sonnenreichen Ländern wie Chile oder Zentralafrika wird schon heute die Kilowattstunde Solarstrom für 2,5 Cent produziert. Soeben hat Saudi-Arabiens Kronprinz angekündigt, sein Land wolle bis 2030 das größte Solarkraftwerk der Welt mit einer Leistung von 200 Gigawatt bauen. Das entspricht der Leistung von 200 mittleren Atomkraftwerken und bringt in diesem Wüstenland über 200.000 neue Jobs. Die Kilowattstunde Solarstrom, so der Prinz, dessen Land als größter Ölexporteur der Welt über viel Geld verfügt, soll dann einen Cent pro Kilowatt kosten. In Deutschland kostet der Strom aus der Steckdose heute zwischen 26 und 30 Cent pro Kilowattstunde. Der Durchbruch ins Solarzeitalter kommt schneller als die meisten es erwartet haben. Solarstrom wird Sozialstrom.

An solchen Visionen orientiert sich der US-Unternehmer Tony Seba wie einst Hermann Scheer, der 2010 starb, aber auf der ganzen Welt die solare Weltrevolution vorangetrieben hatte. Auch Scheer war der Überzeugung, dass die 100-prozentige Energiewende sowohl aus ökologischen Notwendigkeiten wie auch wegen der ökonomisch-finanziellen Vorteile bis 2030 kommen werde. Hinzu kommt, dass die erneuerbaren Energien nur geringe Folgekosten mit sich bringen – im Gegensatz zum Atommüll der AKW, der eine Million Jahre strahlt wie auch im Gegensatz zu Kohle und Öl durch den Treibhauseffekt.

Solarstrom wird Sozialstrom

Trotz dieses Wissens will RWE noch immer ein Kohlekraftwerk bauen und die Bundesregierung scheut einen raschen Kohleausstieg. Ganz anders die englische Regierung, die bis 2025 raus will aus der Kohle. Knapp sind nicht die erneuerbaren Energien, aber knapp ist die Zeit, die uns noch bleibt, um die Klimakatastrophe abzuwenden.

Seba erkennt diesen solaren Imperativ:

  • Die Sonne ist die Energiequelle für alle.
  • Jeder hat das Recht, die Sonne frei zu nutzen.
  • Niemand darf bei der Ausübung dieses Rechts willkürlich behindert, beschränkt oder gar belastet werden.

Mit diesen drei Punkten fasst der Übersetzer des Tony-Seba-Buches, Daniel Bannasch, Sebas Thesen zusammen.

Diesen selbstverständlichen wie natürlichen wie zukunftsweisenden solaren Imperativ hatte Jesus schon vor 2000 Jahren in seiner Bergpredigt so formuliert: „Die Sonne des Vaters scheint für alle, für Gerechte und Ungerechte“. Welch eine Vision für eine bessere Welt! Die solare Weltwirtschaft ist die Basis einer solidarischen Welt.

— Der Autor Franz Alt ist Journalist, Buchautor und Fernsehmoderator. Er wurde bekannt durch das ARD-Magazin „Report“, das er bis 1992 leitete und moderierte. Bis 2003 leitete er die Zukunftsredaktion „Zeitsprung“ im SWR, seit 1997 das Magazin „Querdenker“ und ab 2000 das Magazin „Grenzenlos“ in 3sat. Die Erstveröffentlichung des Beitrags erfolgte auf www.sonnenseite.com.

 

Quelle: pv Magazine

Energiewende ist kein Pappenstiel

Ja nun, die Energiewende ist kein Pappenstiel. Sie ist tragender Bestandteil der vermutlich umfassendsten und tiefgreifendsten Umwälzung, die es in der Menschheitsgeschichte je gegeben hat. Es geht beileibe nicht nur um eine andere Technik der Energieerzeugung, sondern um die umfassende Transformation unserer gesamten Daseinsweise auf dem Planeten, unserer Wertvorstellungen und Strukturen.

Als wir entdeckten, dass man mit Feuer nicht nur Suppe kochen und die Hütte heizen, sondern Räder in fast beliebig kraftvolle Umdrehung versetzen kann, begann eine neue Phase. Davor mussten wir uns mühevoll – „im Schweiße unseres Angesichts“ – einen Lebensraum gegen die übermächtige und in vieler Hinsicht gefahrenvolle Natur erarbeiten. Danach kamen wir in die Lage, die Natur gewissermaßen in die Defensive zu drängen.

Früher war die jeweilige Gruppe für ihr Siedlungsgebiet verantwortlich. Durch die Technikentwicklung der letzten 250 Jahre und die damit einher gehende Vervielfachung der Bevölkerung beeinflussen wir den Planeten in seiner Gesamtheit. Uns Heutigen ist daher die Verantwortung für den ganzen Planeten zugefallen. Das haben wir allerdings noch nicht richtig bemerkt.

Wie man ein begrenztes Stück Land so bewirtschaftet, dass es seine Fruchtbarkeit auf Dauer behält, wissen wir. In einer Fabrik lassen wir Materialabfälle nicht herum liegen, bis sie an die Decke wachsen. Mitarbeiter schützen wir vor schädlichen Gasen.

Dass diese im Kleinen uns selbstverständliche haushälterische, „ökologische“ Verhaltensweise heute auf den Planeten insgesamt angewendet werden muss, haben wir noch nicht begriffen. Wir reichern Plastik-Abfälle in den Ozeanen an, dass sie Inseln von Erdteilgröße bilden. Die Atmosphäre benutzen wir als Deponie für gasförmige Abfälle, die den Klimawandel auslösen.

Unser Bewusstsein hat mit der technischen Entwicklung nicht Schritt gehalten. Es hängt noch in jenen Zeiten, als die Menschheit winzig und ihre Technik harmlos war, so dass die Ressourcen des Planeten und sein Aufnahmevermögen für Abfälle unendlich erscheinen mussten.

Wenn wir die Umweltprobleme, von denen die Klimaerhitzung das dramatischste, aber keineswegs einzige ist, lösen wollen, braucht es einen Bewusstseinssprung. Von der – heute infantilen, aber nach wie vor unser Handeln bestimmenden – Vorstellung, dass die Erde ein unendlich großer Kuchen ist, von dem jeder versucht, immer wieder ein neues Stück zu ergattern, müssen wir uns verabschieden. Der Planet ist endlich. Die auf Wachstum ausgerichtete Wirtschaftsweise hat ihre Grenze erreicht. Der Übergang auf eine globale Subsistenzwirtschaft steht an. Der Planet ist ein einziger (riesiger und ungemein vielfältiger) Lebens- und Arbeitsplatz, für dessen sinnvolle Gestaltung und Bewirtschaftung der Menschheit die Verantwortung zugewachsen ist.

Diese Verantwortung anzunehmen, bedeutet, dass die gesamte Menschheit ein Team wird. Ein Team ist umso erfolgreicher, je besser es kooperiert. Jeder gibt sein Bestes, ohne insgeheim zu vergleichen, wie sich die anderen einbringen. Es freut und befriedigt ihn einfach, zum gemeinsamen Werk mit seinen Fähigkeiten optimal beizutragen.

Dass derzeit noch Konkurrenz, Kampf, Krieg, Lug und Trug vorherrschen, ist Überbleibsel aus einer Zeit, in der es oft Not gab und Überlebenskampf gegen die Naturgewalten. In jener Zeit liegen auch die psychischen Wurzeln des heutigen Superreichtums: Es war die Angst vor dem Verhungern, die zur ursprünglich sinnvollen und notwendigen Vorratshaltung, weiter zur Schatzbildung und schließlich zum nur noch pathologischen Superreichtum führte.

Letzterer ist bestrebt, die besagten Überbleibsel am Leben zu erhalten. Ebenso klammert er sich an die antiquierte Illusion, der Planet könne weiterhin unendlich ausgebeutet werden. Dadurch ist die Technik von Lebenserleichterung in Lebenszerstörung umgeschlagen. Die Auswirkungen der modernen Technik sind gefährlicher als die ungezähmte Natur jemals war.

Nein, die Brille der Vergangenheit taugt nicht für die Gegenwart! Es kann vom Planeten nicht unendlich genommen, es muss ihm auch gegeben werden. Dem Boden unseres Gartens müssen wir auch etwas geben, beispielsweise Kompost. Was der Planet dringend bräuchte, wäre sehr viel mehr Wald.

Das grundlegende Credo des Kapitalismus lautet: „Möglichst wenig geben und möglichst viel einheimsen“. Auf Jesus geht die gegenteilige Feststellung zurück: „Geben ist seliger als Nehmen“. Dies Wort eines der großen Menschheitslehrer entpuppt sich in der aktuellen Situation als Hinweis von großer unmittelbar praktischer Bedeutung. Offenbar kommt es zu einer Konvergenz von bisher einer eher praxisfernen ethisch-spirituellen Sphäre zugeordneten Werten und derzeit sichtbar werdenden ganz praktischen Überlebensvoraussetzungen.

Es gibt bereits Ansätze, das „Geben ist seliger als Nehmen“ mitten im Wirtschaftsgeschehen zu praktizieren: „Solidarische Landwirtschaft“, Fair Trade, gemeinwohlorientierte Unternehmen und vieles mehr. Gerade auch der Bereich der Energiewende mit seinen zahlreichen Genossenschaften ist von Teamgeist geprägt. So mancher hoch qualifizierte Fachmann ist hier tätig, der lieber am Aufbau der erneuerbaren Energieversorgung mitwirkt, als an anderer Stelle wesentlich mehr Geld zu verdienen.

Ob es solchen Ansätzen ermöglicht wird, sich schnell genug auf der Erde zu verbreiten, wird die Zukunft zeigen. Eines können wir in aller Ruhe feststellen: eine große Transformation wird es geben. Wenn nicht die vom Raubbau zur achtsamen und liebevollen Bewirtschaftung des Planeten, dann eine andere. Stillstand „weiter wie es schon immer war“ gibt es in dem Universum, in dem wir uns befinden, nicht.

— Der Autor Christfried Lenz war unter anderem tätig als Organist, Musikwissenschaftler und Rundfunkautor. Politisiert in der 68er Studentenbewegung, wurde „Verbindung von Hand- und Kopfarbeit“ – also möglichst unmittelbare Umsetzung von Erkenntnissen in die Praxis – zu einer Leitlinie seines Wirkens. So versorgt er sich in seinem Haus in der Altmark (Sachsen-Anhalt) seit 2013 zu 100 Prozent mit dem Strom seiner PV-Inselanlage. Nach erfolgreicher Beendigung des Kampfes der BI „Kein CO2-Endlager Altmark“ engagiert er sich ganz für den Ausbau der Erneuerbaren in der Region. Als Mitglied des Gründungsvorstands der aus der BI hervorgegangenen BürgerEnergieAltmark eG, wirkte er mit an der Realisierung einer 750 Kilowatt-Freiflächenanlage in Salzwedel. Lenz kommentiert das energiepolitische Geschehen in verschiedenen Medien und mobilisiert zu praktischen Aktionen für die Energiewende —

Quelle: pv Magazine

Nachfrage nach Premiummodulen steigt: LG Solar erhöht Leistungsklassen aller Module

 

Eschborn, 18. Juli 2019 -Photovoltaiklösungen erfreuen sich auch im Sommer 2019 wachsender Beliebtheit. Eine aktuelle repräsentative Umfrage im Auftrag des Bundesverbands Solarwirtschaft zeigt sogar, dass jeder zweite Eigenheimbesitzer auf Solarstrom vom eigenen Hausdach setzen will. Doch egal ob privater oder gewerblicher Nutzer, immer mehr Anwender nutzen für die eigene Stromerzeugung die Hochleistungsmodule des Solarexperten LG Electronics. Das Unternehmen legt die Basis dafür, diesen Erfolgskurs fortzusetzen und kann im Spätsommer dieses Jahres die Leistungsklassen aller seiner Module erhöhen.

LG wird die Modulserie LG NeON 2 auf eine Leistung von 350-355 Wp (Watt Peak) erhöhen und die NeON 2 Black dann bereits als Version mit bis zu 340 Wp ausliefern.


Beim NeON R wird sich die Leistungsklasse sogar auf 375 Wp pro Modul erhöhen.

Eigenheimbesitzer profitieren nicht nur von den erhöhten Leistungsklassen, sondern auch von der 25-jährigen Produkt- und Leistungsgarantie der Modulserien NeON 2 und NeON R. Letztere garantiert noch über 90 Prozent der Ausgangsleistung auch nach 25 Jahren.


Anwender profitieren von längeren Leistungsgarantien

„Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen und leistungsstarken Premiummodellen stetig steigt“, sagt Michael Harre, Vice President EU Solar Group bei LG. „Immer mehr Verbraucher erwarten zuverlässige, effiziente Lösungen und setzen deshalb auf die Module von LG. Sie profitieren von unserer Qualität nicht nur in Form der höheren Leistung, sondern beispielsweise auch von verlängerten Leistungsgarantien. Um das Vertrauen von Anwendern und Partnern weiterhin zu stärken, entwickeln wir unsere Premium-Hochleistungsmodule kontinuierlich weiter.“

Quelle: lg.com Newsletter

Photovoltaik weiter größte Jobmaschine unter Erneuerbaren weltweit

Die Zahl der Arbeitsplätze in der globalen Erneuerbaren-Branche ist auch im vergangenen Jahr gestiegen. Sie Zahl der Menschen, die dort einen Job haben, erhöhte sich von 10,5 auf 11 Millionen, wie der am Donnerstag veröffentlichte Jahresbericht der Internationalen Agentur für erneuerbare Energien (IRENA) zeigt.  Dies seien mehr als jemals zuvor. Mit rund einem Drittel ist der Photovoltaik-Sektor weiterhin der größte Arbeitgeber unter den Erneuerbaren. IRENA beziffert die Zahl der Jobs in diesem Bereich mit 3,61 Millionen – 2017 waren es noch 3,37 Millionen. In den Zahlen enthalten seien auch Arbeitsplätze für Offgrid-Anwendungen, die IRENA auf etwa 372.000 weltweit schätzt. Hinter der Photovoltaik folgen Bioenergie und Wasserkraft.

Bezogen auf die geografische Verteilung finden sich die meisten Arbeitsplätze im Photovoltaik-Bereich in Asien. IRENA zufolge sind es mehr als drei Millionen oder etwa 85 Prozent aller Jobs in diesem Sektor, die in Asien angesiedelt sind. Allein in China seien 2,2 Millionen Menschen im Photovoltaik-Sektor beschäftigt. Zur Entwicklung 2018 heißt es weiter, dass die Zahl der Beschäftigten in Indien, Südostasien und Brasilien gestiegen sei, während Jobs in der Photovoltaik in China, den USA, Japan und der EU verloren gingen. Der Anteil der weltweiten Photovoltaik-Jobs in Nordamerika wird mit 6,4 Prozent, in Afrika mit 3,9 Prozent und in Europa mit 3,2 Prozent beziffert. Für die EU gibt IRENA die Zahl der Arbeitsplätze mit 90.800 an. Dies seien fünf Prozent weniger als 2017. Deutschland findet sich in der Statistik aller Länder weltweit immer auf Platz acht.

Der Photovoltaik-Zubau ist nach dem IRENA-Bericht mit 94 Gigawatt neu installierter Leistung auf dem Niveau von 2017 geblieben. Bezogen auf eine aktuelle Statistik heißt es weiter, dass die 50 führenden Photovoltaik-Hersteller Werke in 23 Ländern betreiben. China bleibe bei der Zell- und Modulproduktion allerdings dominant. 69 Prozent der Zell- und 64 Prozent der Modulkapazitäten weltweit befänden sich in dem Land. Zudem steige der Anteil auf 92 respektive 85 Prozent, wenn man Asien insgesamt betrachte.

© Irena

Umfrage: Drei Viertel der Deutschen wollen weiterhin Förderung für Aufdachanlagen

Fast drei Viertel der Deutschen (etwa 50 Millionen Bundesbürger) über 18 Jahren sprechen sich dafür aus, dass die Bundesregierung weiterhin neue Solaranlagen auf Dächern fördert. »Solarenergie ist mit einer Zustimmung von 71 Prozent der Bundesbürger das beliebteste Klimaschutzinstrument in einer Reihe von möglichen Klimaschutzmaßnahmen.« Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW).
Nach Einschätzung von BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig, müsse die Stromerzeugung mittels Photovoltaik »in den nächsten zehn Jahren in Deutschland mindestens verdreifacht werden, um gemeinsam mit anderen erneuerbaren Energien die Klimaziele zu erreichen«. Marktbarrieren und Förderdeckel müssten fallen, Ausbauziele für Solardächer und Solarparks »kräftig angehoben« werden.
Etwa jeder zweite Bürger sei für die weitere Förderung der Windenergie und eine höhere Förderung von Elektroautos. Die Einführung einer Kerosinsteuer auf Inlandsflüge forderten 47 Prozent der Befragten. Ein allgemeines Tempolimit wünschen sich knapp 30 Millionen Deutsche (43 Prozent).
© PHOTON

Verbraucherzentrale empfiehlt möglichst große Anlagen

Eigenheimbesitzer, die eine Photovoltaikanlage anschaffen wollen, sollten deren Leistung »nicht am Stromverbrauch des Haushalts ausrichten, sondern ihr Dach voll ausnutzen«. Dies ist das zentrale Resultat einer Studie, die von der Verbraucherzentrale NRW bei der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin in Auftrag gegeben wurde. Bleibt hingegen ein Teil des Daches ungenutzt, »schmälert das neben dem Klimaschutzeffekt auch die Wirtschaftlichkeit der Anlage«.
Ausnahmen von dieser Regel gebe es bei Leistungen zwischen zehn und 12 Kilowatt, weil hier bestimmte Faktoren besonders ungünstig zusammenwirken: eine ab zehn Kilowatt etwas niedrigere Vergütung, die anteilige EEG-Umlage auf Eigenverbrauch und die von vielen Netzbetreibern schon ab acht Kilowatt geforderten Erzeugungszähler. Wird die 10-Kilowatt-Grenze hingegen »beherzt« überschritten, so die Verbraucherzentrale, seien die erzielbaren Renditen höher.
Die Studie weist für neue 10-Kilowatt-Anlagen bei drei definierte Szenarien mit unterschiedlichen Haushaltsstromverbräuchen Renditen von 2,8 bis 4,7 Prozent aus. In die Berechnungen flossen neben durchschnittlichen Anschaffungspreisen auch Betriebskosten ein. Hierbei, so Thomas Wennmacher, Experte für Finanzierungsmodelle in der Energiewende bei der Verbraucherzentrale NRW, habe man sich aber »von der üblichen Vorgehensweise verabschiedet, alle Betriebskosten als prozentualen Anteil an der Investition zu bemessen«. Faktoren wie Modulreinigung, Inspektion und Wartung seien tendenziell größenunabhängig, ebenso wie beispielsweise der Netzanschluss oder das Aufstellen eines Gerüsts zur Montage. Deshalb wachse bis zu einer Leistung von ungefähr acht Kilowatt die prozentuale Rendite der Anlage mit zunehmender Leistung.
Aus wirtschaftlicher Sicht ist der Studie zufolge eine hohe Anlagenleistung auch vorteilhafter als ein Batteriespeicher. Dieser nämlich »senkt die Rendite bei realistischer Betrachtung massiv«. Während der 20 Vergütungsjahre der Anlage, so die Grundannahme der Studie, sei »nach zehn bis 15 Jahren wahrscheinlich ein Austausch des Speichers nötig«. Diese Kosten könne der mithilfe des Batteriesystems erhöhte Eigenverbrauch »in aller Regel« nicht wettmachen.
Erhebliche Einbußen verursachen der Studie zufolge insbesondere bei kleinen Anlagen auch Smart Meter. Deren Kosten »können eine wirtschaftlich laufende Photovoltaikanlage im schlimmsten Fall zum Verlustgeschäft machen«, so Wennmacher. Einen echten Nutzen hingegen brächten die Messsysteme nicht.
Die Studie steht zum Download bereit unter: www.verbraucherzentrale.nrw/pv-wirtschaftlichkeit
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EEG-Konto steigt auf Rekordhöhe und steht Ende Februar mit 5,7 Milliarden Euro im Plus

Das Guthaben auf dem von den vier deutschen Übertragungsnetzbetreibern geführten EEG-Umlagenkonto ist zum 28. Februar 2019 auf 5,69 Milliarden Euro gestiegen und lag damit 786 Millionen Euro höher als im Februar des Vorjahres (Januar 5,08 Milliarden Euro).

Die verbuchten Einnahmen betrugen im Februar 2,26 Milliarden Euro, darunter 2,11 Milliarden aus der EEG-Umlage sowie 110,6 Millionen aus der Vermarktung an der Börse. Dem gegenüber standen Ausgaben in Höhe von 1,65 Milliarden Euro. Der Zuwachs allein im Februar lag bei über 612 Millionen Euro.

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SunPower® möchte Ihnen die ersten 400-Watt Solarmodule für Privatanwendungen vorstellen

Erneut hat SunPower die Messlatte mithilfe der Einführung der stärksten auf dem Markt erhältlichen Module für Privatanlagen angehoben.

Die SunPower Maxeon Technologie,
Eine rekordbrechende und innovative Erfolgsgeschichte

Der Erfolg der Maxeon Technologie hat es SunPower ermöglicht, seinen Marktanteil in Europa seit 2016 zu verdoppeln. Weltweit wurden mehr als 10.3 Gigawatt der betriebssichersten Solar-Technologie installiert; im privaten und gewerblichen Sektor sowie in Großflächenanlagen.

“SunPower führt das weltweit erste 400-Watt Modul für Privatanwendungen ein, während die meisten Hersteller die 300-Watt Grenze für private Installationen knapp überschreiten. [...] Unser fortwährend wachsendes Produktportfolio bringt beispiellose Werte auf den Weltmarkt und ist mit keiner anderen derzeit verfügbaren Solartechnologie für Privatanwendungen verlgeichbar."
Jeff Waters,
CEO der SunPower Technologie Geschäftseinheit

Steigende Unzufriedenheit mit Umsetzung der Energiewende

Das Potsdamer Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (Institute for Advanced Sustainability Studie, IASS) hat zum zweiten Mal nach 2017 ein »Soziales Nachhaltigkeitsbarometer der Energiewende« vorgestellt. Die Untersuchung wurde im Rahmen der Partnerschaft »dynamis« gemeinsam mit der »100 prozent erneuerbar Stiftung« und der innogy Stiftung für Energie und Gesellschaft erstellt. Zentrale Resultate sind unter anderem: 90 Prozent der Bevölkerung befürworten die Energiewende, zwei Prozentpunkte mehr als bei der Befragung 2017. 80 Prozent sehen die Energiewende als Gemeinschaftsaufgabe – eine leichte Steigerung (fünf Prozent) gegenüber dem Vorjahr.

Gleichzeitig hat die Kritik an der Umsetzung der Energiewende deutlich zugenommen. 47 Prozent der Befragten bewerten den Stand Energiewende in Deutschland unterm Strich mehrheitlich als negativ; eine Steigerung um 14 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr, als noch eine positive Einschätzung überwog. Mehr als die Hälfte der (61 Prozent) ist mit der Politik der Bundesregierung im Hinblick auf die Umsetzung der Energiewende unzufrieden – eine Steigerung um zwölf Prozentpunkte gegenüber 2017.

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