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52-Gigawatt-Photovoltaik-Deckel: BSW-Solar initiiert Offenen Brief an die Bundeskanzlerin

Der Bundesverband Solarwirtschaft appelliert an Kanzlerin Merkel, sich persönlich dafür einzusetzen, den Kabinettsbeschluss zur Abschaffung des 52-Gigawatt-Förderdeckels endlich umzusetzen. Unternehmen und Institutionen können den Brief online bis zum 20. März unterschreiben.

Nachdem sich die Bundesregierung auch in der vergangenen Woche nicht dazu durchringen konnte, den 52-Gigawatt-Förderdeckel für die Photovoltaik abzuschaffen, adressiert der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) nun Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). In einem Offenen Brief appelliert der Branchenverband an die Kanzlerin, sie möge ihren „politischen Einfluss dahingehend geltend machen, dass das Gesetzgebungsverfahren zur Abschaffung des Solardeckels nunmehr umgehend eingeleitet und noch rechtzeitig vor der Sommerpause abgeschlossen wird.“

Die Solarwirtschaft hofft auf ein Machtwort aus dem Kanzleramt, da es keine Zeit mehr zu verlieren gelte. Die Kanzlerin steht dabei auch persönlich im Wort, so der BSW-Solar. Sie hatte sich in den letzten Monaten wiederholt für einen beschleunigten Ausbau der Solarenergie ausgesprochen und im Rahmen der Haushaltsdebatte am 27. November 2019 im Bundestag verkündet: „Wir haben den Solardeckel jetzt aufgehoben.“

Der BSW-Solar ruft alle Unternehmen und Institutionen der Branche auf, den Brief mitzuzeichnen, um ihm einen möglichst hohen Nachdruck zu verleihen. Das ist noch bis Freitag, 20. März online möglich.

Bürgerenergie-Verbände sehen Genossenschaften gefährdet

Unterdessen verweisen das Bündnis Bürgerenergie e.V., das Landesnetzwerk Bürgerenergiegenossenschaften Rheinland-Pfalz e.V. (LaNEG e.V.), Bürgerenergie Bayern e.V. und Bürgerenergie Thüringen e.V. auf die Folgen des Photovoltaik-Deckels für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien. Geplante Photovoltaik-Projekte würden auf Eis gelegt, die Akquise von neuen Projekten kommt zum Stillstand. „Gerade die oft kleinen Bürgerenergiegenossenschaften können es sich nicht leisten, viel Geld in neue Photovoltaik-Anlagen zu investieren, mit dem Risiko, dass sie am Ende nicht gefördert werden“, erklärt LaNEG-Geschäftsführerin Verena Ruppert. Sie sieht gar einzelne Genossenschaften in ihrer Existenz gefährdet, wenn bereits projektierte PV-Vorhaben am Ende ohne Vergütung dastehen.

„Die Bundesregierung gefährdet fahrlässig Bürgerenergie und die gesamte Solarbranche und konterkariert alle ihre Versprechen zum Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland“, sagt Malte Zieher, Vorstand des Bündnis Bürgerenergie e.V. „Deshalb fordern wir die sofortige Abschaffung des 52-Gigawatt-Photovoltaik-Deckels.“ Bundeskabinett und Bundestag müssten bei nächster Gelegenheit eine entsprechende Regelung auf den Weg bringen. „Angesichts der drohenden Wirtschaftskrise in Deutschland ist es absolut nicht nachvollziehbar, dass die Regierung bewusst eine ganze Branche im Stich lässt“, erklärt Zieher.

Ein weiteres hohes Risiko sehen die Bürgerenergie-Dachverbände im so genannten „atmenden Deckel“, der monatlichen Degression der festen Einspeisevergütungen im EEG. Eine aktuelle Studie der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW Berlin) stellt fest, dass die Einspeisevergütung für Photovoltaik-Dachanlagen in wenigen Monaten geringer sein wird als die Stromerzeugungskosten. Bei kleinen Anlagen mit Volleinspeisung sei bereits im Frühjahr 2020 ein wirtschaftlicher Betrieb bei reiner Netzeinspeisung nicht mehr darstellbar. Die Studienautoren befürchten in den nächsten Jahren einen starken Markteinbruch. „Wir fordern die Bundesregierung deshalb zusätzlich auf, die Absenkung der Einspeisevergütung auszusetzen“, so die vier Verbände.

Quelle: pv Magazine

Genehmigungsverfahren der Gigafabrik von Tesla läuft – Erörterungstermin verschoben

Brandenburgs Landesamt für Umwelt hat den für Mittwoch vorgesehenen Termin einer öffentlichen Erörterung der Bedenken gegen das neue Werk des US-Elektroautoherstellers verschoben. Auf den Ablauf des Genehmigungsverfahrens für die Fabrik in Grünheide soll es jedoch keine Auswirkungen haben.

Am 18. März war ein Erörterungstermin für die geplante Gigafabrik von Tesla in Grünheide anberaumt worden. Wegen des sich ausbreitenden Corona-Virus hat das Landesamt für Umwelt eine Verschiebung des Termins angeordnet. Derzeit sei „eine ordnungsgemäße Erörterung nicht möglich“, hieß es von der Brandenburger Behörde. Es sollte allen Einwendern – auch älteren Menschen und Personen mit Vorerkrankungen – die Gelegenheit gegeben werden, sich zu äußern. Insgesamt sei die Teilnahme von rund 100 Personen an der Erörterung zu erwarten gewesen.

„Für den Ablauf des Genehmigungsverfahrens wird die Verschiebung keine Auswirkungen haben“, heißt es vom Landesamt für Umwelt weiter. Die beteiligten Behörden prüften weiterhin die Antragsunterlagen und eingegangenen Einwendungen. Der neue Termin für die Erörterung solle unverzüglich nach Ende der aktuellen Maßnahmen zum Infektionsschutz festgelegt werden.

Bereits im Februar war mit der Rodung von rund 91 Hektar Wald in Grünheide für die geplante Gigafabrik von Tesla begonnen worden. Ein zwischenzeitlich erwirkter Stopp wurde in der nächsten Instanz wieder aufgehoben. Der kalifornische Elektroautohersteller will nach bisher veröffentlichen Plänen am Standort nahe Berlin künftig bis zu 500.000 seiner Modelle 3 und Y sowie künftiger Modelle produzieren. Die Inbetriebnahme seiner ersten Gigafactory in Europa plant Tesla für Mitte 2021 und will mindestens 6000 Arbeitsplätze schaffen.

Quelle: pv Magazine

BNEF senkt Prognose für globalen Photovoltaik-Zubau 2020 wegen Corona-Virus

In China laufen viele Produktionen wieder an, so dass sich die Lage bei Photovoltaik-Komponenten bald entspannen könnte. Dennoch wird sich der vorübergehende Stillstand auf den Photovoltaik-Weltmarkt auswirken, da die Realisierung einiger Projekte wohl in das nächste Jahr verschoben wird.

Angesichts des Corona-Virus werden rund um den Globus wirtschaftliche Einbrüche erwartet. Die Aktienkurse und der Ölpreis sind bereits auf Talfahrt. Das ganze Ausmaß ist sicher noch nicht absehbar. Bloomberg New Energy Finance (NEF) hat am Donnerstag eine aktuelle Lageeinschätzung für die Photovoltaik-Industrie abgegeben.

Die Analysten berichten, dass in China die Produktionen wieder anlaufen. Dies könne den Druck auf die Versorgung mit Schlüsselkomponenten und Equipment wahrscheinlich etwas mildern. Allerdings werde es kurzfristig bei Lieferengpässen bleiben. Die aktuelle Situation in China habe gezeigt, dass die Wertschöpfungskette für die erneuerbaren Energien regional diversifiziert werden müsste, schreibt Bloomberg NEF. Gerade für Batterien bräuchte es auch lokale Produktionsstätten in Asien, Europa und den USA.

„Wir sind aktuell mehr über die Nachfrage besorgt“, heißt es im aktuellen Marktausblick von Bloomberg NEF weiter. Bei der Photovoltaik habe die chinesische Regierung einige der für 2020 vorgesehenen Projekte bereits in das kommende Jahr geschoben. Die Analysten reduzierten daher auch ihre Erwartungen für den Photovoltaik-Zubau in diesem Jahr. Sie gehen nun von einer global neu installierten Leistung zwischen 108 und 143 Gigawatt aus. Im Februar hatte Bloomberg NEF noch erwartet, dass der Photovoltaik-Weltmarkt in diesem Jahr zwischen 121 und 152 Gigawatt liegen wird. Mit der neuen Prognose sei es auch möglich, dass der globale Photovoltaik-Zubau gegenüber rückläufig sein wird.

Quelle: pv Magazine

Weiter keine Abschaffung des 52-Gigawatt-Photovoltaik-Deckels in Sicht

Da sich Union und SPD bei der Windkraft nicht einigen können, bleibt es weiter offen, wann der Deckel für die Solarförderung aus dem EEG gestrichen wird. Bundesverband Solarwirtschaft und Grüne kritisieren die Koppelung beider Themen und warnen vor drastischen Folgen für den Photovoltaik-Ausbau und die Unternehmen in Deutschland. Die Investitionsunsicherheit besteht schon jetzt.

Die Hoffnung war groß, dass sich die Vertreter von Bund und Ländern auf ihrem Gipfeltreffen am Donnerstag verständigen, doch sie wurde einmal mehr enttäuscht. Zuvor gab es in der Bundesregierung zwischen Union und SPD weiter keine Einigung bei den Mindestabständen für die Windkraft. Damit wird auch die Abschaffung des 52-Gigawatt-Deckels bei der Solarförderung für alle Photovoltaik-Anlagen bis 750 Kilowatt erneut vertagt. Seit Monaten nehmen Unionspolitiker der Regierung die Photovoltaik damit in eine Art „Geiselhaft“. Sie wollen den Deckel nur streichen, wenn gleichzeitig eine Lösung für die Windparks gefunden wird. Zudem halten sie an einem Mindestabstand von 1000 Metern zwischen Windparks und Wohnsiedlungen fest, während die SPD den Ländern mehr Planungsfreiräume lassen wollte.

Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) kritisierte das neuerliche ergebnislose Treffen. „Weiteres Vertagen führt jetzt schnell zum Versagen! Die Zeit läuft ab, um den Ausbaudeckel für neue Solardächer zu beseitigen“, sagte Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig. Die Bundesregierung dürfe Photovoltaik und Windkraft nicht länger gegeneinander ausspielen. „Der Verhandlungspoker zu Lasten des Klimaschutzes und auf dem Rücken der Solarbranche muss endlich ein Ende haben“, sagte Körnig weiter. Er forderte „noch vor Ostern Investitionssicherheit und die Einleitung eines Gesetzgebungsverfahrens zur Beseitigung des Förderdeckels für neue Solarstromanlagen im Eilverfahren.“

Nach aktuellen Schätzungen wird die installierte Photovoltaik-Leistung von 52 Gigawatt, mit der die Förderung nach dem EEG für die Anlagen bis 750 Kilowatt automatisch enden würde, bereits im Frühsommer erreicht. Es sind noch rund zwei Gigawatt Luft bis zu dieser Marke. Doch schon jetzt würden zunehmend Photovoltaik-Projekte auf Eis gelegt. „Schon eine Förderunterbrechung für wenige Wochen würde massiven Schaden in der Branche mit ihren rund 30.000 Beschäftigten anrichten. Erwartet wird für diesen Fall ein Umsatzeinbruch in Milliardenhöhe“, sagte Körnig.

Auch die energiepolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Julia Verlinden, kritisierte das Scheitern. „Die Regierungsblockade der Energiewende in Deutschland geht weiter. Weil sich die Gegner der Windenergie in der Union an Zwangsabstände für Windräder klammern und die Solarenergie in Geiselhaft genommen haben, kommt der gesamte Ausbau der Erneuerbaren nicht mehr voran.“ Banken würden bereits wegen des baldigen Erreichens des 52-Gigawatt-Deckels die Finanzierungen für neue Photovoltaik-Anlagen verweigern. „Damit ist nach den dramatischen Arbeitsplatzverlusten in der Windenergie eine weitere Schlüsselbranche für Klimaschutz in Gefahr. Diese Bundesregierung fährt Energiewende und Klimaschutz sehenden Auges an die Wand“, so Verlinden weiter.

Quelle: pv Magazine

Wirtschaftlich und gut für die Umwelt

NEUSTADT (aw) › Der Klimawandel ist in aller Munde. Seit einigen Jahren ist der Trend zur eigenen Solaranlage unübersehbar. Wer mit offenen Augen durch die Gegend läuft, kann immer mehr Solarpaneele auf den Dächern entdecken. Ob als Solarthermieanlage zur Warmwassergewinnung oder als Anlage zur Stromgewinnung für den Eigen- und Fremdbedarf: die zukunftsweisende Branche boom. Kaum ein Neubau entsteht ohne den umweltfreundlichen Aspekt zur Nutzung der Sonnenenergie zu berücksichten... mehr

Dieses Jahrzehnt gehört den Erneuerbaren

Starkes Signal vom BEE-Neujahrsempfang 2020

Rund 1.400 Gäste haben auf dem BEE-Neujahrsempfang unter Beweis gestellt, dass die Erneuerbaren heute ins Zentrum der Energieversorgung gerückt sind. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Mittelstand, Gewerkschaften, Umwelt-NGOs und Zivilgesellschaft kamen am 30. Januar in Berlin mit der Erneuerbaren-Branche zusammen.

Dr. Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie, betonte in ihrer Eröffnungsrede, dass der Rückhalt für die Energiewende in der Bevölkerung ungebrochen ist. "Die Politik muss mutiger erklären, welche Vorteile die Erneuerbaren für Wirtschaft und Klima bringen. Die Erneuerbaren sind das System-Update für die deutsche Wirtschaft. Wir lassen uns keine Debatte um Akzeptanz aufzwingen, die mit der Realität wenig zu tun hat. Wir sind alle gefordert, für die Energiewende und ihre Chancen zu werben." Gerade erst hat eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) gezeigt, dass über 90 Prozent der Bevölkerung den stärkeren Ausbau der Erneuerbaren Energien befürworten, damit die Energiewende gelingt. Der Abstand zu einem Windrad hat dabei nur einen sehr geringen Einfluss.

An Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier gerichtet forderte die BEE-Präsidentin einen klaren und verlässlichen Fahrplan für den Ausbau der Erneuerbaren bis 2030, damit das 65-Prozent-Ziel im Stromsektor und damit die Klimaziele erreicht werden können. Bestehende Deckel und Hemmnisse müssten sofort abgeschafft werden. In Hinblick auf Wasserstoff betonte Simone Peter, dass dieser nur dann klimapolitisch sinnvoll ist, wenn er aus Erneuerbaren Energien gewonnen wird. Außerdem müsse eine realistische Annahme für den Strombedarf im Jahr 2030 getroffen werden, um alle zusätzlichen Bedarfe zu decken.

In seiner Rede kündigte Peter Altmaier zum wiederholten Mal an, den 52-GW-Deckel für Photovoltaik in den nächsten Wochen aufzuheben. Noch im Februar wolle er neben der Aufhebung des Photovoltaik-Förderdeckels eine Lösung der Abstandsfrage für die Windenergie durchsetzen. Für die Branche ist klar: Jetzt müssen rasch konkrete Gesetze folgen, die dem Erneuerbaren-Ausbau wieder eine neue Dynamik verleihen und der Branche und den Beschäftigten in der Erneuerbaren-Branche Planungssicherheit geben.

Die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock würdigte in ihrer Erwiderung auf den Bundeswirtschaftsminister zunächst die Leistungen des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes, das vor 20 Jahren in Kraft trat: Die Energiewende sei kein deutscher Sonderweg, sondern international rund 100 mal kopiert worden und ein weltweit erfolgreiches Modell. Mit Blick auf die Klimaziele betonte sie, dass die einzelnen Erneuerbaren Technologien nicht gegeneinander ausgespielt werden dürfen. Der Mix aller sauberer Technologien wird benötigt, um aus den fossilen Energieträgern in allen Sektoren auszusteigen.

Viel Applaus und Zustimmung erhielt Dr. Eckart von Hirschhausen, Arzt und Scientist for Future, der die Notwendigkeit zu einem schnelleren Handeln betonte: "Es ärgert mich, dass wir solange über Mindestabstände bei Windkraft reden. Ich wünsche mir Mindestabstände zu planetaren Grenzen. Kohle macht uns alle zu fossilen Passivrauchern. Erneuerbare lassen uns aufatmen - und die Erde auch! Worauf warten wir?"

Poligy als Renewable Energy Newcomer 2020 ausgezeichnet

Im Verlaufe des weiteren Abends fand zudem erneut der Start-up Pitch statt, den der BEE bereits zum fünften Mal ausrichtete und der sich als festes Format des Neujahrsempfangs etabliert hat. Die rund 200 Bewerbungen der Start-ups aus den vergangenen Jahren in den Bereichen Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Green Tech haben gezeigt, welche Innovationskraft von der modernen Energiewirtschaft ausgeht. In diesem Jahr hat das junge Unternehmen Poligy, das die Verstromung ungenutzter industrieller Abwärme von Rechenzentren und Fabriken ermöglicht, sowohl Jury als auch Publikum überzeugt und wurde als Newcomer des Jahres 2020 ausgezeichnet. Dabei wird die Verstromung ab 50°C bis 200°C erstmals rentabel. Dazu hat der Co-Founder und Wirtschaftschemiker Martin Huber das Bipolymer entwickelt. Dieser patentierte Kunststoff verformt sich unter Einwirkung von industrieller Abwärme und treibt so Generatoren in Kraftwärmemaschinen an: Aus ungenutzter Industriewärme wird grüner Strom. Ausgerichtet wurde der Pitch von NATURSTROM und dem Bundesverband Erneuerbare Energie.

Vor der dreiköpfigen Jury, bestehend aus Kirsten Sophie Hasberg (Aalborg Universität Kopenhagen), Natalie Gips (Bundesverband Deutsche Start-ups) und Jörg-Uwe Fischer (Deutsche Kreditbank AG) konkurrierten innovative Start-ups aus den verschiedensten Bereichen: Ampeers Energy entwickelt cloud-basierte Softwarelösungen, um die dezentrale Energiewende umzusetzen. CM Fluids produziert generator-elektrische Antriebe, die verflüssigtes Biomethan aus Biogasanlagen als Kraftstoff nutzen für Stadtbusse und andere kommunale Fahrzeuge. OLI SharEnergy entwickelt ein offenes Betriebssystem für die Energiewende auf der Basis von Blockchain und Wind Tuning Systems wollen die Geräusche von Windenergieanlagen über 3D-Design-Serrations reduzieren.

Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft

Elektromobilität erfordert mehr Photovoltaik

Aufgestockter Zuschuss für Elektroautos kommt / Elektromobilität ist nur mit Erneuerbaren Energien sinnvoll / Steigender Strombedarf erfordert zügigen Ausbau der Photovoltaik und Streichung von Marktbarrieren Berlin, den 12. Februar 2020 – „Wir begrüßen die Aufstockung der E-Auto-Prämie“, kommentiert Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft, die Genehmigung der höheren Prämien durch die EU-Kommission.

Gleichzeitig macht er deutlich, dass nur mit Ökostrom betankte E-Mobile diese Anreize auch rechtfertige, da die Emissionen ansonsten nur verlagert würden. „Damit die Elektromobilität tatsächlich dem Klimaschutz dient, muss das Ausbautempo der Solarenergie nun schleunigst erhöht werden, müssen Marktbarrieren wie der EEGSolardeckel endlich fallen“, so Körnig weiter.

Der Bundesverband Solarwirtschaft rechnet damit, dass bis 2030 durch die Verbreitung der Elektromobilität und die zunehmende Elektrifizierung anderer Sektoren der Strombedarf in Deutschland um mehr als 20 Prozent zunehmen wird. Um angesichts des gleichzeitigen Ausstiegs aus Kernkraft und Kohleverstromung keine Stromlücke zu riskieren, ist ein jährlicher Photovoltaikzubau in Höhe von 10 Gigawatt erforderlich. Das sind die Ergebnisse der Studie „Energiewende im Kontext von Atom- und Kohleausstieg - Perspektiven im Strommarkt bis 2040", die EUPD Research in Kooperation mit dem BSW-Solar und The smarter E Europe erstellt hat. Kostenloser Download unter https://bsw.li/2CZQff2 Hintergrund

Photovoltaikanlage, Stromspeicher und Solarstromtankstelle sind das Dreamteam moderner Gebäude: Eine 40 Quadratmeter große Photovoltaikanlage mit einer Nennleistung von 7 Kilowatt produziert im Jahr rund 6.650 Kilowattstunden günstigen und klimafreundlichen Solarstrom. Damit sicher sie rechnerisch den durchschnittlichen Strombedarf einer vierköpfigen Familie und liefert zudem genug Strom für rund 15.000 Kilometer Reichweite im Elektroauto. Siehe dazu unsere Pressegrafik
https://bsw.li/2vsxfoY
Quelle: Bundesverbandes Solarwirtschaft

Die Grünen haben nun erneut einen Gesetzentwurf in den Bundestag eingebracht, der die sofortige Abschaffung des 52-Gigawatt-Deckels...

Die Grünen haben nun erneut einen Gesetzentwurf in den Bundestag eingebracht, der die sofortige Abschaffung des 52-Gigawatt-Deckels für die Photovoltaik im EEG vorsieht. Der Grund: Die anhaltende Untätigkeit der Bundesregierung. Dagegen hat das Fraunhofer ISE eifrig gerechnet. In vier Hauptszenarien zeigen sie auf, mit welchen Mitteln und Kosten die Klimaneutralität im Energiesektor bis 2050 erreicht werden kann. Dabei berücksichtigten sie verschiedene gesellschaftliche Verhaltensweisen, die eine Auswirkung auf die Art und Geschwindigkeit der Energiewende haben werden. Com-Metering hat währenddessen seinen Leitfaden überarbeitet und passend zum nun beginnenden Smart-Meter-Rollout veröffentlicht. Betreiber von Photovoltaik-Anlagen können sich erst einmal zurücklehnen, aber wahrscheinlich nicht lange.

Quelle: pv Magazine

Tesla will bis Ende 2021 nahe Berlin seine erste Giga-Fabrik in Europa bauen

Bis zu 10.000 neue Arbeitsplätze für die Region versprach der Gründer des kalifornischen Elektroauto-Herstellers. Tesla will seine neue Fabrik nahe der Großbaustelle für den neuen Berliner Flughafens BER bauen.

Kürzlich noch hatte Elon Musk angekündigt, nicht mehr twittern zu wollen. Jetzt machte er bei einem Besuch in Deutschland jedoch eine neue Ankündigung, die er auch direkt auf Twitter bestätigte. So will der kalifornische Hersteller von Elektroautos und Speichern nahe der deutschen Hauptstadt sein erstes Giga-Werk in Europa bauen. In den USA betreibt Tesla bereits zwei Giga-Fabriken und in China wird ein weiteres Werk gebaut.

Musk war für die Verleihung des Automobilpreises „Goldenes Lenkrad“ nach Berlin gekommen. Dort verkündete er die Nachricht. Nach dem Bericht der „Berliner Morgenpost“ ist geplant, das Werk nahe des Berliner Großflughafens BER zu bauen. Der Flughafen selbst befindet sich selbst auch noch im Bau, Fertigstellung ungewiss. Die Zeitung berichtet weiter, dass in der ersten Ausbaustufe mindestens 6000 Arbeitsplätze entstehen sollen und weitere 4000 im Zuge einer möglichen Erweiterung. Tesla will demnach das Werk Ende 2021 in Betrieb nehmen, um dort zunächst sein „Model Y“ – einen Kompakt-SUV – sowie Batterien und Antriebsstränge zu produzieren, wie Musk twitterte. Nähere Einzelheiten, etwa zur Investitionssumme, wurden zunächst nicht bekannt.

Landes- und Bundespolitiker begrüßten die Bekanntmachung. Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop sagte der „Berliner Morgenpost“: „Das ist eine grandiose Nachricht für die Region. Wer Visionen hat, kommt nach Berlin oder zumindest in die Nähe. Man kann Stolz sein. Wir haben das Rennen gemacht.“ Und auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) gab am Mittwochmorgen dazu ein Statement heraus. „Die Entscheidung von Tesla, eine hochmoderne Fabrik für Elektroautos in Deutschland zu errichten, ist ein weiterer Beweis für die Attraktivität des Automobilstandortes Deutschland! Es ist zugleich auch ein Meilenstein beim Ausbau von Elektromobilität und Batteriekompetenz“, so Altmaier.

Quelle: pv Magazine

Brandenburg startet neue Förderung für Photovoltaik-Heimspeicher

Bis zu 3000 Euro Zuschuss werden für die Installation von kleinen Batteriespeichern gewährt. Im ersten Aufruf plant das Wirtschaftsministerium in Potsdam die Förderung von 500 Heimspeichern.

Am 1. Oktober startete Berlin sein erstes Förderprogramm für Speicher, die in Kombination mit einer neuen Photovoltaik-Anlage installiert werden. Nun hat das Nachbarland Brandenburg nachgezogen. Am Mittwoch gab das Ministerium für Wirtschaft und Energie in Potsdam den Startschuss für ein neues Förderprogramm für Kleinspeicher in Privathaushalten, das an das letztjährige 1000-Speicher-Programm anknüpft. Ab 1. November können die Anträge bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) online gestellt werden.

Im ersten Aufruf sind 500 Förderungen möglich, wie es vom Ministerium hieß. Es werde ein Zuschuss gewährt, der sich auf bis zu 30 Prozent der Nettoausgaben belaufe. Die maximale Fördersumme werde für den Kauf eines Batteriespeichers gezahlt, mit dem der Solarstrom vom eigenen Dach genutzt werden kann, und sei auf 3000 Euro begrenzt. Die Nutzkapazität des Speichers muss bei mindestens 2,0 Kilowattstunden liegen und er muss dauerhaft mit einer Photovoltaik-Anlage gekoppelt sein.

Mit der Installation des Speichers darf zum Zeitpunkt des Antrags noch nicht begonnen worden sein. Nach Erhalt des Bescheids sind zwölf Monate Zeit, um die Arbeiten abzuschließen. Zudem sehen die Vorgaben vor, dass durch die Installation des Heimspeichers ein Autarkiegrad von mindestens 50 Prozent erreicht werden muss. Die Höhe des Zuschusses macht das Ministerium ebenfalls vom Eigenverbrauchsanteil des Solarstroms abhängig.

Die Laufzeit der Förderrichtlinie geht offiziell bis Ende 2022. Es ist aber nicht davon auszugehen, dass die Fördermittel so lange reichen, wenn man sich den Erfolg des Vorläufers, des „1000-Speicher-Programms“, anschaut. Es war auf sehr große Nachfrage gestoßen. Innerhalb von sechs Wochen waren 1026 Anträge gestellt worden und die Mittel ausgeschöpft gewesen. Insgesamt sind nach Ministeriumsangaben damit Förderungen von mehr als 5,3 Millionen Euro bewilligt worden.

„Das Kleinspeicherprogramm ist zwar nur ein kleines, aber doch sehr wichtiges Puzzleteil für das Gelingen der Energiewende“, sagte Minister Jörg Steinbach. „Wir haben daher mit aktualisierten Förderbedingungen an das 1000-Speicher-Programm angeknüpft.“ Mit dem neuen Programm sollen die Menschen bei Stromkosten entlastet werden. Zugleich sinke die Stromeinspeisung ins Netz, was dieses wiederum entlaste. „Durch eine sinnvolle Kombination von Photovoltaikanlage und Batteriespeicher kann der Eigenverbrauch der selbst erzeugten Energie unabhängig von Tageszeit und Wetterbedingungen deutlich erhöht werden“, so Steinbach

Quelle: pv Magazine