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EUPD Research rechnet mit weiter steigendem Zubau der kleinen Photovoltaik-Anlagen

Nach dem Rekord von 1,6 Gigawatt, die bei privaten Photovoltaik-Dachanlagen bis 15 Kilowatt Leistung, im vergangenen Jahr zubebaut wurden, erwartet EUPD Research eine Steigerung auf 1,8 Gigawatt in diesem Jahr. Der Anteil am Zubau würde dann bei voraussichtlich 36 Prozent des Marktvolumens liegen.

Private Haushalte setzen zunehmend auf Photovoltaik. Im vergangenen Jahr erreichten die Installationen von Photovoltaik-Anlagen bis 15 Kilowatt Leistung ein Gesamtvolumen von 1,6 Gigawatt, wie EUPD Research am Donnerstag veröffentlichte. Für dieses Jahr gehen sie von einem weiteren Anstieg der Nachfrage auf dann insgesamt 1,8 Gigawatt aus. Besonders stark wachse dabei das Segment zwischen 10 und 15 Kilowatt Leistung, dagegen stagniere der Zubau bei den Anlagen zwischen 5 und 10 Kilowatt. Auch am Gesamtmarkt wird sich der Anteil der Kleinanlagen weiter erhöhen. 2021 machten sich EUPD Research zufolge rund 30 Prozent aus. Für dieses Jahr werde ein Zubauanteil von 36 Prozent erwartet.

Die Verschiebung innerhalb des Segments hin zu Photovoltaik-Anlagen von 10 bis 15 Kilowatt Leistung führen die Bonner Analysten auf die zunehmende Elektrifizierung der Sektoren Wärme und Verkehr in den Privathaushalte zurück. So fördere die Anschaffung eines Elektroautos oder der Einbau einer Wärmepumpe den Wunsch nach einer eigenen Photovoltaik-Anlage. Die Befragung von 500 Besitzern von Ein- und Zweifamilienhäusern ergab demnach, dass knapp zwei Drittel mit dem Solarstrom den regulären Strombedarf im Haushalt decken wollen und fast jeder Zweite auch die Installation eines Speichers als wesentlich ansieht. Ein Drittel der Befragten plane zudem das Heizungssystem und ein Viertel das Elektroauto mit Solarstrom vom eigenen Dach zu versorgen.

Neben Photovoltaik-Anlagen und Speichern rücken so auch Investitionen in eine private Ladestation stärker in den Fokus. Immerhin 95 Prozent gaben an, diese eher wichtig oder sehr wichtig zu finden, wenn sie über die Anschaffung einer Photovoltaik-Anlagen nachdenken. Ohne diese Investitionsentscheidung liegt der Anteil nur noch bei 69 Prozent. „Insbesondere im Kontext stark steigender Energiepreise bekommt die Eigenversorgung mit sauberem und günstigem Solarstrom vom eigenen Hausdach eine wachsende Bedeutung für Hausbesitzerinnen und -besitzer. Die Investition in die eigene Photovoltaik-Anlage stimuliert entsprechend die Anschaffung eines Elektroautos“, so die Schlussfolgerung von Martin Ammon, Geschäftsführer der EUPD Research.

Quelle: pv magazine

Modullieferungen von Trina Solar übersteigen 100 GW

Die chinesische Trina Solar Co. Ltd. hat am 12. April das Überschreiten der 100-Gigawatt-Marke bei ausgelieferten Solarmodule bekannt gegeben. Der größte Teil davon war im letzten Jahr hinzu gekommen, Ende Dezember 2020 lag die Gesamtleistung der ausgelieferten Module noch bei 70 Gigawatt.

Trina Solar wurde 1997 in Changzhou in der Provinz Jiangsu gegründet und ist 2004 in die Modulproduktion eingestiegen – im ersten Jahr mir einer Produktionsmenge von acht Megawatt. Erst wenige Tage vor Trina hatte der chinesische Modulhersteller Jinko Solar bekannt gegeben, die 100-Gigawatt-Marke bei der Gesamtleistung an ausgelieferten Modulen überschritten zu haben und für sich in Anspruch genommen, dies als erster Hersteller weltweit geschafft zu haben.

Quelle: © Trina Solar Pressemitteilung

CDU/CSU-Bundestagsfraktion fragt nach EEG-Novelle und Photovoltaikausbau

Im Rahmen einer Kleinen Anfrage will die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag wissen, ob die im Januar vom Ministerium für Wirtschaft und Klimaschutz vorgestellten Maßnahmen mit dem Finanz- und dem Umweltministerium abgestimmt worden sind. Hintergrund ist die seinerzeit von Wirtschaftsminister Robert Habeck (Bündnis90/Die Grünen) präsentierte »Eröffnungsbilanz zum Klimaschutz«. Darin wird ein Sofortprogramm mit Gesetzen, Verordnungen und Maßnahmen angekündigt. Als übergreifende Vorhaben nannte Habeck hierbei die Zahlung der EEG-Umlage ab 2023 aus dem Bundeshaushalt und die Erhöhung des Ziels für 2030 auf einen Anteil von 80 Prozent erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch. 
Außerdem wollen die Abgeordneten offenbar sichergehen, dass sie von künftigen Änderungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) rechtzeitiger informiert werden als die seinerzeitige Opposition von der durch Union und SPD gestellten Regierung. Jedenfalls begehren sie Auskunft darüber, wann mit dem Referentenentwurf zur angekündigten EEG-Reform zu rechnen ist. Die Bundesregierung soll überdies sagen, welche Änderungen darin zur Stärkung von Photovoltaik auf Ackerflächen (Agri-PV) und Gewässern (Floating-PV) konkret vorgesehen sind und welche Pläne es zur baurechtlichen Privilegierung der Freiflächenanlagen an Bundesautobahnen und Bahnstrecken gibt. Auch nach etwaigen vorgesehenen Änderungen zur Einführung der Solarpflicht bei gewerblichen Neubauten wird gefragt.
Der gesamte Katalog umfasst insgesamt 37 Fragen mit zahlreichen Unterpunkten (Bundestagsdrucksache 20/628, siehe unten stehender Link). Quelle: Meldung »Heute im Bundestag«zur Anfrage

Quelle: © PHOTON

EUPD Research: Batteriespeicher verdoppelt CO2-Einsparung privater Photovoltaik-Anlagen

Eine Photovoltaik-Anlage für Einfamilienhäuser senkt die strombezogenen CO2-Emissionen des Haushalts um 45 Prozent – mit Speicher sind es bis zu 85 Prozent. Ist eine Wärmepumpe installiert, sinken die Emissionen um 32 Prozent ohne und 71 Prozent mit Speicher.

Bei ihrer vom Speicherhersteller E3/DC in Auftrag gegebenen Analyse sind die Experten von EUPD Research davon ausgegangen, dass ein Haushalt 4500 Kilowattstunden Strom im Jahr verbraucht und eine Photovoltaik-Anlage mit 7,5-Kilowatt Leistung installiert hat. Verglichen mit einer vollständigen Netzstrom-Versorgung reduziert der Haushalt seine CO2-Emissionen durch die Photovoltaik-Anlage um 45 Prozent – ohne Berücksichtigung der Einspeisung von Solarstrom-Überschüssen. Wird die Anlage um einen Batteriespeicher mit acht Kilowattstunden Nettokapazität ergänzt, sinken die Emissionen um 79 Prozent. Mit einer Kapazität von zwölf Kilowattstunden sind es 85 Prozent. Dabei legt EUPD Research allerdings eine Photovoltaik-Leistung von zehn Kilowatt zugrunde.

In einem zweiten Szenario haben die Analysten angenommen, dass der Haushalt zusätzlich eine Wärmepumpe installiert hat. Damit steigt sein Stromverbrauch auf 8300 Kilowattstunden. Ohne Heimspeicher sinken die CO2-Emissionen mit einer 7,5-Kilowatt-Anlage um 32 Prozent, mit einem 8-Kilowattstunden-Speicher um 52 Prozent. Bei einer 10-Kilowatt-Anlage sind es mit einem 12-Kilowattstunden-Speicher 60 Prozent, bei einer 15-Kilowatt-Anlage und einem 15-Kilowattstunden-Speicher 71 Prozent.

Zuguterletzt haben die Experten das Szenario um eine Wallbox ergänzt, die 60 Prozent des Strombedarfs eines Elektroautos deckt. Den Stromverbrauch des Haushalts setzt EUPD Research mit insgesamt 9800 Kilowattstunden an. Ohne Speicher reduziert eine 7,5-Kilowatt-Photovoltaik-Anlage die CO2-Emissionen nur 28 Prozent. Mit einer 15-Kilowatt-Anlage und einem 15-Kilowattstunden-Speicher liegt das Minus dagegen bei 69 Prozent.

„Der seit Jahren beobachtbare Anstieg der Leistung bei Photovoltaik-Modulen erlaubt bereits heute Anlagengrößen von 10 bis 15 Kilowattpeak auf herkömmlichen Einfamilienhausdächern“, sagt Martin Ammon, Projektleiter und Geschäftsführer von EUPD Research. „Ein deutlicher Anstieg der installierten Solarleistung in Kombination mit entsprechender Speicherkapazität ist die Voraussetzung, um im Haushalt den Anforderungen der Energiewende gerecht zu werden.“

Quelle: pv magazine